Hör auf Wind über Kämmen, Rufe der Dohlen, ferne Glocken oder das Knistern trockener Nadeln. Geräusche verraten Wetterumschwünge und Geländewechsel. Wer aufmerksam lauscht, geht sicherer, erkennt Pausenbedarfe früher und fühlt sich mit dem Tageslauf verbunden, statt gegen ihn anzutreten.
Lerne, Hangneigungen als weiche Flächen zu lesen und Wege als Linien, die sich öffnen oder schließen. Die Augen führen den Körper, wählen ruhigere Varianten, sparen Kraft. So wird Orientierung zu einer visuellen Meditation, die dich ohne Hast, aber sehr zielklar über weite Strecken trägt.
Kopple Atemzüge an Schritte: vier ein, sechs aus, und passe an, wenn es steiler wird. Dieses kleine Muster stabilisiert, wärmt von innen, schützt vor Seitenstechen und beruhigt Gedanken. Irgendwann geht der Berg gleichsam mit und du wirst getragen statt getrieben.
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