Schnee täuscht Messsysteme, weil er als Mittelgrau gewertet würde. Korrigiere ein bis zwei Blenden nach oben, wenn die Fläche dominiert, und kontrolliere die Lichter mit Spotmessung. Nutze ein kleines Weißtuch oder eine Graukarte als Referenz, wenn Zeit bleibt. Verstehe, wie dein Lieblingsfilm Überbelichtung akzeptiert, und setze notfalls Belichtungsreihen mit stabiler Kamerahaltung. So bewahrst du Zeichnung in Schnee und Wolken, ohne Felsen zu absaufen oder den Himmel unrettbar zu verbrennen.
Für schwebende Wolkenschleier und seidige Bäche helfen ND‑Filter, ein solides Stativ und eine ruhige Ablagefläche fernab vibrierender Steine. Prüfe Reziprozitätsversagen deiner Emulsion, führe Tabellen mit, und addiere Korrekturen verlässlich. Kabelauslöser, Spiegelvorauslösung und der Rucksack als Windschutz verhindern Mikrobewegungen. Notiere Sekunden und Wetter, damit du spätere Ergebnisse nachvollziehen kannst. Bei Kälte verlängern sich Zeiten schneller als erwartet, weshalb Handschuhe mit taktilen Fingerspitzen das Bedienen enorm erleichtern.
Wenn die Sonne knapp über dem Grat glüht, prallen Flares und Streulicht unvermeidlich ins Objektiv. Eine tiefe Gegenlichtblende, saubere Frontlinse und bewusste Komposition reduzieren Artefakte. Messe knapp unterhalb der Sonne oder nimm eine Spotmessung vom hellsten Felsbereich. Bei Negativfilm darfst du leicht überbelichten, bei Diafilm lieber konservativ bleiben. Bracketing in Drittelstufen, falls Zeit und Stativ vorhanden sind, rettet entscheidende Nuancen, wenn Wind und Wolken den Moment schneller verändern, als du fokussieren kannst.
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